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Neu aus dem Spindler & Klatt: das SK Studio

Raphael Hauck
29. Okt.
5 Min. Lesezeit

1.000 m² Halle, eine 9×5-Meter-LED-Wand und ein Kohleschlepper auf der Spree. Diesen Monat aus der Köpenicker Straße!


SK Studio mit 9×5-Meter-LED-Wand und Reihenbestuhlung
SK Studio mit 9×5-Meter-LED-Wand und Reihenbestuhlung

Im SK Studio ist die LED-Wand mit 9 auf 5 Metern fest verbaut, und direkt darunter steht eine 10 × 4 Meter große Bühne mit Showtreppe und Seitenaufgang. Beides muss also niemand mehr anliefern, aufbauen und wieder abbauen. Dazu rund 1.000 Quadratmeter industrielle Halle, Platz für 1.200 Gäste im Empfang und ein direkter Zugang zur Spree.


Außerdem in dieser Ausgabe: warum das Studio fast nie allein gebucht wird, drei Setups, die sich aus der Kombination mit den anderen Flächen ergeben, die Details zu Anfahrt und Anlieferung – und ein kurzer Blick darauf, was gerade in der Pop-up- und Experience-Branche passiert.


Viel Spaß beim Durchgehen.


Das SK Studio in Zahlen

Das Studio ist die industrielle Erweiterung des Spindler & Klatt – eine offene Halle auf rund 1.000 Quadratmetern, die für sich genommen schon fast jedes Format tragen kann.


Die Kapazitäten: 1.200 Gäste im Empfang, 800 in Reihenbestuhlung, 450 im Bankett, 400 in Galabestuhlung, 350 im Parlament.


Bei der Technik zählt vor allem, was nicht mehr gemietet werden muss. Licht und Ton gehören zur Grundausstattung. Die 9 × 5 Meter LED-Wand ist fest integriert, die 10 × 4 Meter Bühne mit Showtreppe steht auf 80 Zentimetern Höhe. Vier verfahrbare Traversensysteme lassen sich je nach Konzept neu setzen, statt dass jedes Rigging von null geplant wird. Dazu Truss-Logistik, Strom in der Fläche und ebenerdige Anlieferung bis zur Lkw-Größe.


Das SK Studio im Parlament-Setup und in Reihenbestuhlung
Das SK Studio im Parlament-Setup und in Reihenbestuhlung

Kombinierbar mit sechs weiteren Flächen

Insgesamt bietet das Spindler & Klatt 2.500 Quadratmeter und sieben Bereiche, die sich frei zusammenstellen lassen.


Die Main Hall direkt neben dem Studio bringt rund 350 Quadratmeter, sandweiße Gaze, 36 fest installierte Screens und eine eigene 5,5 × 3 Meter LED-Wand mit. Die 48 Quadratmeter große Bühne trägt Akrobatik, LED-Performances und Live-Bands. 500 Gäste im Empfang.


Die Empore sitzt mit 90 Quadratmetern oberhalb der Überseecontainer, mit Blick in die Halle. Modular gebaut: lange Tafeln für bis zu 100 Gäste, Stehtische oder Reihenbestuhlung für Breakout Sessions.


Der Club ist auf 165 Quadratmetern das Gegenteil einer Halle – niedrige Decke, lange Bar, asiatische Skulpturen, Glühlampenwände, Klimaanlage, bis zu 250 Gäste. Funktioniert als VIP-Bereich, Gaming Area oder zweiter Tanzfloor.


Die Wood Lounge ist mit 400 Quadratmetern der Ankunftsbereich: Wasserfall, Strandkörbe, Stehtische, viele Pflanzen, Tonanlage und Ambientebeleuchtung für die Abendstunden. 300 Gäste im Empfang.


Die Terrasse mit 230 Quadratmetern ist überdacht und beheizt, die transparenten Seitenwände sind verfahrbar. Damit ist sie im Januar genauso nutzbar wie im Juli. Eigene umfangreiche Bar, direkte Verbindung zu Main Hall und Ponton.


Der Ponton ist ein ehemaliger Kohleschlepper: 240 Quadratmeter überdachte, schwimmende Eventfläche für rund 120 Gäste im Empfang oder 90 im Bankett, über zwei Treppen von der Terrasse erreichbar. Blick auf Oberbaumbrücke, Fernsehturm und East Side Gallery.


Grundriss Spindler & Klatt: sieben Eventflächen auf 2.500 Quadratmetern
Grundriss Spindler & Klatt: sieben Eventflächen auf 2.500 Quadratmetern

Was das Haus dabei zusammenhält, ist das Material: original asiatische Antiquitäten treffen auf ein modernes, industrielles Möbelkonzept. Die Überseecontainer stehen nicht als Deko in der Halle, sondern als Architektur. Deshalb sieht ein Event hier auch dann nicht nach Kongresszentrum aus, wenn 800 Menschen in Reihen sitzen.


v.l.n.r. Terrasse & Ponton, Empore, Club und Main Hall
v.l.n.r. Terrasse & Ponton, Empore, Club und Main Hall

Drei Setups, die sich daraus ergeben

Kongress mit Abendprogramm. Plenum im Studio mit 800 Plätzen in Reihen, Breakouts auf der Empore und im Club, Mittag auf der Terrasse, Dinner in der Main Hall, Abendprogramm im Club, letzter Drink auf dem Ponton. Fünf Atmosphären an einem Tag – ohne Shuttle und ohne zweite Adresse.


Produktlaunch. Ankunft in der Wood Lounge, wo 300 Gäste stehen können, ohne dass es eng wird. Der Reveal im Studio auf der 9 × 5 Meter LED-Wand. Danach Hands-on in der Main Hall, wo 36 Screens für Content und Branding schon hängen. Presse und VIPs auf dem Ponton, mit dem Fernsehturm im Hintergrund jedes Fotos.


Gala. 450 Gäste im Bankett oder 400 in Galabestuhlung im Studio, Aperitif auf der beheizten Terrasse, Showacts auf der stehenden Bühne mit Showtreppe, Aftershow im Club.

Catering kommt in allen Varianten aus dem eigenen Küchenteam – von Fingerfood und BBQ bis zum Galadinner.


Wood Launge mit Blick auf die Spree, Ponton und Fernsehturm
Wood Launge mit Blick auf die Spree, Ponton und Fernsehturm

Anfahrt, Anlieferung, Aufbau

Der unspektakuläre Teil, nach dem erfahrene Planer trotzdem zuerst fragen.

Gäste können mit Bussen direkt bis zum Eingang vorfahren und das Gelände über eine Wendeschleife wieder verlassen. Im Innenhof stehen auf Anfrage bis zu 35 exklusive Parkplätze. Sämtliche Bereiche sind ebenerdig zugänglich, Transporter und Lkw fahren bündig an die Locationtore.


Ein Detail, das erst im Aufbau seinen Wert zeigt: Studio und Main Hall haben getrennte Warenannahmen. Zwei Bereiche lassen sich also parallel bauen, ohne dass sich Gewerke blockieren. Bei Formaten, die beide Flächen bespielen, ist das oft ein ganzer Tag Unterschied.


Öffentlich: U-Bahnhof Schlesisches Tor, Buslinien 165, 265 und N65, Ostbahnhof in Reichweite.


Aus der Branche

Zum Abschluss ein Blick nach außen, weil er ganz gut zeigt, wofür wir das Studio gebaut haben: Pop-ups werden seltener als einzelner Abend geplant und immer öfter als Reihe oder Residency.


Ein Pop-up, mehrere Anlässe. ARYS und C2G bespielen seit dem 19. September die Torstraße 67 in Berlin mit ihrem „Temporary Habitat“. Vorne funktionale Mode, dazu ein wechselndes Programm aus gemeinsamen Läufen, Launches, Workshops, Talks und Essen. Allein rund um den Berlin-Marathon gab es einen Launch, einen gemeinsamen Lauf und eine Cheering Zone. Eine Fläche, drei völlig unterschiedliche Anlässe.


Räume als Abfolge. Für das öffentliche Programm der Art Basel Paris zeigt Miu Miu vom 21. bis 25. Oktober im Palais d’Iéna „Geste de Consolation“ von Filmemacherin Alice Diop. Vier verbundene Räume tragen Film, Literatur, Performance und Skulptur, darunter eine Bibliothek, die eher nach Wohnzimmer aussieht als nach Ausstellung. Die Erzählung entsteht nicht in einem Raum, sondern im Wechsel zwischen ihnen.


In Berlin die nächste Runde. Der POP UP CLUB in Charlottenburg fährt Pop-ups konsequent als Reihe. Die Ghibli Days liefen am 25. und 26. September bereits zum achten Mal, vom 22. bis 24. Oktober folgt die zweite Ausgabe des Haikyu-Pop-ups. Die Adresse bleibt, das Programm wechselt – und was funktioniert, kommt wieder.


Was uns daran interessiert: Bei wechselnden Programmen wird der Umbau Teil des Konzepts. Ein Talk, ein gemeinsames Essen und ein Abendprogramm brauchen drei verschiedene Setups, aber selten drei verschiedene Tage. Fest verbaute Technik und kombinierbare Flächen halten den Umbau kurz. Erst das macht serielle Formate wirtschaftlich planbar und gibt einer guten Idee die Chance auf eine zweite Ausgabe.


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